Verantwortungsvolles Spiel
Ganzheitlicher Präventionsansatz zum kanalübergreifenden Schutz der Spielerinnen und Spieler
Der verantwortungsvolle Umgang mit den Spielangeboten des Unternehmens und das Bestreben, durch aktive Präventionsarbeit, einen konsequenten Ausschluss Minderjähriger von der Spielteilnahme und durch zielgerichtete Spielerschutzmaßnahmen den negativen Begleiterscheinungen des Glücksspiels möglichst nachhaltig entgegenzuwirken, ist seit jeher fester Bestandteil unseres unternehmerischen Selbstverständnisses.
Der verantwortungsvolle Umgang mit den Spielangeboten des Unternehmens und das Bestreben, durch aktive Präventionsarbeit, einen konsequenten Ausschluss Minderjähriger von der Spielteilnahme und durch zielgerichtete Spielerschutzmaßnahmen den negativen Begleiterscheinungen des Glücksspiels möglichst nachhaltig entgegenzuwirken, ist seit jeher fester Bestandteil unseres unternehmerischen Selbstverständnisses.
Im Rahmen unserer innerhalb des Unternehmens fest verankerten Orientierung an den Maßgaben des Jugend- und Spielerschutzes und der Prävention von Glücksspielsucht haben wir 2025 erneut zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht, die sich von weitreichenden Schulungsaktivitäten und einer an den jeweiligen Bedürfnissen der einzelnen Anspruchsgruppen ausgerichteten Informations- und Aufklärungsarbeit bis hin zur Bereitstellung unterschiedlicher Hilfs- und Beratungsangebote erstreckten.
Übergeordnete Zielsetzung ist es dabei, die Spielerinnen und Spieler – sowohl in den Annahmestellen als auch online über unsere digitalen Kanäle – für einen verantwortungsbewussten Umgang mit den Spielangeboten des Unternehmens zu sensibilisieren und sie frühzeitig vor der möglichen Entwicklung eines problematischen Spielverhaltens zu schützen.
Kontinuierliche Wissensvermittlung als Schwerpunkt der Präventionsarbeit
Zentraler Bestandteil der Präventionsarbeit von Lotto Baden-Württemberg bilden die in enger Abstimmung mit den Suchtpräventionsexperten der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart e.V. (eva) konzipierten Jugend- und Spielerschutzschulungen, die sich sowohl an die Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner in den Annahmestellen als auch an die Beschäftigten in der Stuttgarter Lotto-Zentrale richten und auf die kontinuierliche Wissensvermittlung der einzelnen Personenkreise abzielen. Unterteilt in Präsenzveranstaltungen und spezifische E-Learning-Kurse, kommen dabei unterschiedliche Schulungsbausteine zum Einsatz, die sich aus Basis-, Intensiv- und Einführungsschulungen zusammensetzen und an den jeweiligen Bedürfnissen der einzelnen Anspruchsgruppen ausgerichtet sind.
Im Geschäftsjahr 2025 lag der Schwerpunkt im Bereich der Schulungsaktivitäten auf dem gemeinsam mit der eva inhaltlich entwickelten E-Learning-Kurs „Jugend- und Spielerschutz 2025“, der in der zweiten Jahreshälfte vom gesamten Annahmestellenpersonal an den rund 3.100 Standorten sowie von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Gesellschaft mit unmittelbarem Kundenkontakt vollständig zu absolvieren war.
Übergeordnete Zielsetzung aller Schulungsmaßnahmen ist es, die relevanten Anspruchsgruppen zu befähigen, das Sozialkonzept der Gesellschaft zu verstehen und die hier enthaltenen Anforderungen und Maßnahmen zum Schutz der Spielerinnen und Spieler umsetzen zu können. Dabei wurden im Rahmen des sich aus insgesamt sechs Modulen zusammensetzenden E-Learning-Kurses mit einer Bearbeitungszeit von ca. vier Stunden erneut auch wieder konkrete Handlungskompetenzen vermittelt, auf die im Bedarfsfall zurückgegriffen werden kann.
Transparente Information und Aufklärung über Suchtrisiken, Hilfsangebote und das Teilnahmeverbot Minderjähriger
Transparente und zielgerichtete Informationen mit dem Ziel einer flächendeckenden Sensibilisierung für einen verantwortungsbewussten Umgang mit den Spielangeboten des Unternehmens sind bereits seit vielen Jahren wichtiger Bestandteil der Präventionsarbeit von Lotto Baden-Württemberg. So enthalten sämtliche Spielscheine, Quittungen, aber auch die in den Annahmestellen sowie in den unterschiedlichen Mediakanälen eingesetzten Werbemittel und Anzeigen gut sichtbare Warnhinweise. Diese informieren über die Risiken der Entwicklung einer Glücksspielsucht, das Spielverbot Minderjähriger und über die vorhandenen Hilfsangebote des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) auf der Plattform check-dein-spiel.de.
In Zusammenhang mit der eigentlichen Spielteilnahme enthalten die Spielscheine, aber auch die in den Annahmestellen eingesetzten Jackpotdisplays etc. zudem Hinweise auf die Gewinnwahrscheinlichkeiten in Form der Chance auf den jeweiligen Hauptgewinn.
Bereitstellung unterschiedlicher Hilfs- und Beratungsangebote für Betroffene und Interessierte
Als staatlicher Glücksspielanbieter ist sich Lotto Baden-Württemberg bewusst, dass mit der Teilnahme an Glücksspielen auch Risiken und Gefahren verbunden sein können, die bei manchen Spielerinnen und Spielern auch zur Entwicklung eines problematischen Spielverhaltens bis hin zu einer Glücksspielsucht führen können. Wir haben es uns daher zur Kernaufgabe gemacht, die Kundinnen und Kunden dabei zu unterstützen, mögliche Gefahren bereits frühzeitig zu erkennen und parallel dazu zielgerichtete Hilfsmöglichkeiten aufzuzeigen, sollte das Glücksspiel zum Problem geworden sein. So werden in allen Annahmestellen in Baden-Württemberg verschiedene Informationsbroschüren vorgehalten. Der vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) entwickelte Flyer „Informationen zur Glücksspielsucht“ enthält nicht nur Hinweise über die mit dem Glücksspiel verbundenen Gefahren, sondern bietet auch einen komprimierten Selbsttest zum eigenen Spielverhalten und verweist bei Bedarf auf eine bundesweite Beratungshotline zur Glücksspielsucht. Ergänzend hierzu wird in allen Annahmestellen des Landes die gemeinsam mit der Landesstelle für Suchtfragen aufgelegte Broschüre „Informationen zu Hilfseinrichtungen / Beratungs- und Behandlungsangeboten in Baden-Württemberg“ zur Verfügung gestellt.
Eine breite Auswahl weiterer Informations- und Hilfsangebote stellt das Unternehmen auf der eigenen Homepage bereit. Neben Tipps für ein verantwortungsvolles Spiel, einer Verlinkung auf den vom BIÖG auf seiner Plattform check-dein-spiel.de bereitgestellten Selbsttest, einem ergänzenden eigenen Online-Angebot zur Einstufung des Spielverhaltens sowie weiteren Informationen zum spielformübergreifenden Spielersperrsystem und den verschiedenen Limitierungsmöglichkeiten finden Interessierte und Betroffene zudem verschiedenste regionale und überregionale Hilfs- und Beratungseinrichtungen.
Zertifizierung nach den Standards der European Lotteries (EL)
Mit der Zielsetzung, Lotto Baden-Württemberg an dem seit dem Jahr 2007 existierenden einheitlichen „Responsible Gaming Standard“ der European Lotteries auszurichten, hatte sich die Gesellschaft bereits im Jahr 2011 darauf verständigt, dem Unternehmen die Erfüllung des Standards im Rahmen einer Zertifizierung bestätigen zu lassen. Glücksspielanbieter, die sich auf die Erfüllung des Standards berufen möchten, verpflichten sich zur Durchführung eines Angleichungsprozesses sowie eines unabhängigen Zertifizierungsverfahrens. Der zuletzt 2021 aktualisierte Zertifizierungsrahmen umfasst insgesamt elf unterschiedliche Kategorien, die mit Blick auf die Erfüllung der Anforderungen des Responsible Gaming Standard in regelmäßigen Abständen einer unabhängigen Prüfung unterzogen werden.
Die letzte vollumfängliche Re-Zertifizierung fand bei Lotto Baden-Württemberg im Oktober 2024 statt. Die hierbei erneut mit einem sehr guten Ergebnis attestierte Erfüllung der Anforderungen des Responsible Gaming Standard wurde im Frühjahr 2026 im Rahmen des turnusgemäßen „partial assessment“ (Teil-Zertifizierung) von einer unabhängigen Prüfungsgesellschaft bestätigt.
Im ständigen Dialog mit Institutionen und Fachleuten aus dem Hilfesystem
Ein verantwortungsvolles Spielangebot bedarf in besonderem Maße der Kommunikation und dem Austausch mit verschiedenen Interessengruppen. Lotto Baden-Württemberg sucht daher gezielt den offenen Dialog mit fachlichen Expertinnen und Experten sowie Institutionen aus dem Hilfesystem. So möchte das Unternehmen bei der Weiterentwicklung der Angebotspalette bewusst nicht losgelöst von den Erwartungen seiner Stakeholder agieren, sondern mit Hilfsorganisationen, Fachleuten aus den Bereichen Wissenschaft und Forschung und mit weiteren Anspruchsgruppen gemeinsam Lösungen erarbeiten.
Neben verschiedenen Mitgliedschaften in lotteriespezifischen Gremien unterhält das Unternehmen sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene verschiedene Kooperationen mit etablierten Beratungs- und Präventionseinrichtungen, wie etwa dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart (eva) oder der Landesstelle für Suchtfragen der Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg.
Zur weiteren Optimierung der Präventionsmaßnahmen wurde bereits im Jahr 2013 ein Präventionsbeirat ins Leben gerufen, der mit Vertreterinnen und Vertretern von Beratungseinrichtungen und anerkannten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern besetzt ist. Mit der Einrichtung des Beirats ist in erster Linie die Zielsetzung verbunden, die Zusammenarbeit und den Austausch mit externen Interessensvertretungen zu intensivieren und die Weiterentwicklung des Sozialkonzeptes von Lotto Baden-Württemberg zu unterstützen.
v.l.n.r.: Dr. Steffen Otterbach, Geschäftsführender Leiter der Forschungsstelle Glücksspiel; Stefan Ulrich, Sucht- und Präventionsberater bei der eva im Bereich Prävention und Glücksspielsucht; Paul Nemeth, Geschäftsführer Lotto BW; Prof. Dr. Mira Fauth-Bühler, Professorin für Wirtschaftspsychologie und Neuroökonomie an der FOM Hochschule für Ökonomie & Management; Dr. Wolfgang Kreißig, Präsident LFK Baden-Württemberg.
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